In Deutschland muss jeder Tierhalter für die Schäden seines Tiers aufkommen-egal in welcher Höhe. Bei einem Pferd kann das schnell sehr teuer werden. Gerade bei Personenschäden, kann die Schadenshöhe auch mal schnell einen sechsstelligen Bereich erreichen. Deshalb finde ich, ist die Pferdehaftpflichtversicherung ein absolutes Muss für jeden Pferdebesitzer.

Eine Pferdehaftpflicht kostet etwa 12-20 Euro im Monat und lohnt sich damit definitiv.- Ich habe direkt nach dem Kauf von Vinci eine Pferdehaftpflichtversicherung abgeschlossen und es nicht bereut.

Wie du die richtige Pferdehaftpflichtversicherung für dich und dein Pferd findest und worauf du bei der Auswahl achten solltest, zeig ich dir hier. Außerdem verrate ich dir bei welcher Versicherung ich versichert bin. 😉

Brauche ich eine Pferdehaftpflichtversicherung?

Die Pferdehaftpflicht ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, ich würde sie aber jeden Pferdebesitzer empfehlen. Stell dir mal vor dein Pferd bricht aus der Koppel aus und rennt über eine Straße. Ein Autofahrer weicht aus und knallt gegen einen Baum. Das Auto hat einen Totalschaden und der Fahrer muss mit einem Schleudertrauma ins Krankenhaus. Bei einem solchen Szenario würde deine Pferdehaftpflichtversicherung greifen, ohne sie müsstest du den gesamten Schaden selbst tragen.

Leider greift hier deine Privathaftpflichtversicherung nicht. Du brauchst eine extra Versicherung für dein Pferd.

In einigen Pensionsställen ist eine Pferdehaftpflicht deshalb aus gutem Grund Pflicht.

Meine Pferdehaftpflichtversicherung

Uelzener Pferdehaftpflicht

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Ich habe meine Pferdehaftpflichtversicherung bei der Uelzener abgeschlossen, da einfach alle Leistungen mit drin sind und ich mir keine Sorgen machen muss. Zudem habe ich super gute Erfahrungen mit dem Kundenservice gemacht. Jeder Schadensfall wurde bisher problemlos abgewickelt.

Was ist im Versicherungsschutz mit drin?

  • Fremd- und Gastreiterrisiko
  • Flurschäden und Weiderisiko
  • Mietsachschäden (Stallungen, Boxen mit 150 Euro Selbstbeteiligung)
  • Reiten mit ungewöhnlicher und gebissloser Zäumung
  • Reiten ohne Sattel
  • Teilnahme an Pferdeveranstaltungen (Wanderritte, Turniere)

Worauf muss ich bei der Wahl einer Pferdehaftpflichtversicherung achten?

Du weißt jetzt, dass du eine Pferdehaftpflichtversicherung brauchst, doch worauf musst du beim Abschluss einer Pferdeversicherung achten?

Da nicht jede Pferdehaftpflicht alles mitversichert, solltest du dir überlegen, was du mit deinem Pferd machen willst und welche Leistungen du brauchst. Die wichtigsten Punkte findest du hier.

Die Deckungssumme

Wie hoch die Deckungssumme bei einer Pferdehaftpflichtversicherung sein sollte, hat mich erst mal ein wenig zum Nachdenken gebracht.

Viele Seiten empfehlenden dir mindestens eine Deckungssumme von 5 Millionen Euro zu wählen, darunter solltest du auf keinen Fall gehen. Jedoch bin ich der Meinung, dass man hier nicht sparen sollte- denn wie oben schon gesagt, kann es beim Personenschaden schnell mal teuer werden. Ich würde deshalb etwa 15 Millionen Euro pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden einberechnen. Allerdings sind auch höhere Versicherungssummen möglich.

Wann muss ich eine Haftpflichtversicherung für mein Pferd abschließen?

Bis zum Zeitpunkt des Absetzens von der Mutterstute, spätestens jedoch am Ende des ersten Lebensjahres, wird die Haftpflichtversicherung für ein Pferd notwendig. Vorher sind Fohlen meistens über die Stute versichert. Hast du eine Stute und willst züchten, solltest du daher auch darauf achten, dass Fohlen mitversichert sind.

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Fremdreiterrisiko

Bei der Haftpflichtversicherung eines Reitpferdes sollte immer der Anspruch fremder Reiter mitversichert sein. Verursacht das Pferd unter einem Fremdreiter einen Schaden an einer Sache oder einem Dritten, greift der Versicherungsschutz. Wenn der Fremdreiter selbst einen Schaden erleidet, haben sowohl er selbst, als auch seine Sozialversicherung einen Anspruch gegen dich als Pferdebesitzer. Auch dieses Risiko wird durch die Fremdreiterversicherung abgedeckt. Das Fremdreiterrisiko musste früher meist extra abgeschlossen werden, gehört mittlerweile aber bei nahezu allen Versicherern zum Basis-Leistungsprogramm der Haftpflichtversicherung.

Reitbeteiligung absichern

Eine Reitbeteiligung wird meist wie ein Mitbesitzer betrachtet. Verursacht deine Reitbeteiligung mit deinem Pferd einen Schaden an einer Sache oder einem Dritten, greift deine Haftpflichtversicherung. Erleidet die Reitbeteiligung selbst einen Schaden, ist ein Anspruch gegen den Pferdebesitzer oft schwerer durchzusetzen als beim Fremdreiter. Versicherungen und Gerichte entscheiden hier aber unterschiedlich. Wird die Reitbeteiligung als Fremdreiter und nicht als Mitbesitzer eingestuft, ist der Pferdebesitzer nur mit einer Haftpflichtversicherung abgesichert, die die Ansprüche fremder Reiter mit abdeckt. Ich achte deswegen darauf, dass sowohl Fremdreiter als auch meine Reitbeteiligung abgesichert sind (so gehe ich auf Nummer sicher ;)) Bei der Uelzener ist beides bei allen Tarifen mit drin.

Deckschäden

Wenn du einen Hengst hast, dann solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass Deckschäden mitversichert sind. Wenn du einen Wallach hast, brauchst du das natürlich nicht.

Gebisslos Reiten

Nicht alle Versicherungen decken auch das Reiten mit einer gebisslosen Zäumung ab. Das heißt wenn dieser Punkt nicht in der Versicherungspolice aufgelistet ist und etwas beim Reiten ohne Gebiss passiert, dann bist du nicht versichert. Willst du auch mal ohne Gebiss reiten, dann sollte auch das im Vertrag stehen (gleiches gilt für das Reiten ohne Sattel oder mit Halsring).

Gerichtskosten

Manche Pferdehalterhaftpflichtversicherung bieten auch die Abwehr ungerechtfertigter Ansprüche an – z. B. wenn man nach einem Unfall auf Schadenersatz geklagt wird, obwohl man sich keiner Schuld bewusst ist. In diesem Fall übernimmt die Pferdehalterhaftpflicht die Kosten des Gerichtsverfahrens sowie Aufwendungen für Rechtsanwälte, Sachverständige etc. – und zwar unabhängig davon, ob mich schlussendlich doch ein Verschulden trifft oder nicht.

Selbstbeteiligung

Die Selbstbeteiligung liegt bei den meisten Versicherungen standartmäßig auf 150 Euro pro Schadensfall. Das heißt du zahlst bei jedem Schaden eine Selbstbeteiligung von 150 Euro. Liegt der Schaden unter 150 Euro zahlt die Versicherung nicht. Du kannst die Selbstbeteiligung auch auf 0 Euro setzen, zahlst dafür aber dann auch einen höheren monatlichen Beitrag.

Ich würde gerade Besitzern von Jungpferden oder von Pferden die gerne mal Decken der Koppelkumpels zerstören, empfehlen die Selbstbeteiligung auf 0 zu setzen. Denn dann zahlt die Haftpflicht auch kleinere Schäden und du musst nicht 10 mal im Jahr deiner Stallnachbarin eine Decke für 100 Euro kaufen.

Bei lieben Pferden lohnt sich das wahrscheinlich nicht, ich hab jedoch auch bei Vinci der noch nie was kaputt gemacht hat die Selbstbeteiligung auf 0, weil ich einfach für alles abgesichert sein möchte.

Die verschiedenen Angebote von Uelzener

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Wie bereits erwähnt bin ich bei der Uelzener versichert, hier möchte ich euch noch einen Überblick über die verschiedenen Tarife geben.

Basis

ab 9,34 Euro/Monat

  • 5 Mio. Euro Deckungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden

Premium

ab 12,10 Euro/Monat

  • 10 Mio. Euro Deckungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden
  • Forderungsausfallversicherung
  • Mietsachschäden am geliehenen und gemieteten Pferdeanhänger

Premium Plus

ab 12,86 Euro/Monat

  • 15 Mio. Euro Deckungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden
  • Forderungsausfallversicherung
  • Mietsachschäden am geliehenen und gemieteten Pferdeanhänger

Meist gestellte Fragen

Was übernimmt eine Pferdehaftpflichtversicherung?

Eine Haftpflichtversicherung übernimmt Schäden wie Sachschäden, Personenschäden, Deckschäden, Schäden an anderen Pferden oder Flurschäden (Pferd rennt durch ein Feld). Der genaue Leistungsumfang ist aber je nach Versicherung unterschiedlich. Du solltest dir deshalb den Leistungsumfang deiner Versicherung genau anschauen und überlegen was du brauchst und was nicht. Ich persönlich habe nicht an der Haftpflicht gespart, da der Unterschied lediglich ein paar Euro im Monat ausmachen.

Wofür brauche ich eine Pferdehaftpflichtversicherung?

Pferde sind Fluchttiere und erschrecken schnell. Du kannst dein Pferd natürlich durch das richtige Training und den richtigen Umgang sicherer machen, aber ein Risiko bleibt immer.

Wenn dein Pferd einen Schaden verursacht, dann haftest du – egal ob du Schuld bist oder nicht. Damit du nicht die ganzen Kosten alleine tragen musst, solltest du eine Pferdehaftpflichtversicherung abschließen. Zudem ist der Abschluss einer Pferdehaftpflichtversicherung in vielen Pensionsställen pflicht-ohne sie darfst du dein Pferd nicht einstallen.


Was zahlt die Pferdehaftpflicht nicht?

Auch wenn dein Vertrag viele Leistungen enthält, ein Rundum-Sorglos-Paket ist eine Pfer­de­haft­pflichtversi­che­rung leider nicht. Wenn du dich zum Beispiel beim Reiten verletzt, ist das kein Fall für die Haft­pflicht­ver­si­che­rung deines Pferdes. Dafür ist die private Unfall­ver­sicherung zuständig. Du kannst hier nachlesen ob eine Unfallversicherung für dich sinnvoll ist.

Wenn Du Dein Pferd gewerblich nutzt, zum Beispiel in einer Reitschule oder als Kutschenpferd, benötigst Du eine andere Versicherung. Je nach Nutzungsart eine Schulpferd-Haftpflichtversicherung oder Verleih-Pferdehaftpflicht.

Wenn dein Pferd krank wird, ist nicht die Haft­pflicht­ver­si­che­rung zuständig. Dafür benötigst Du eine Pferdekrankenversicherung oder eine OP-Versicherung für Pferde. Es gibt auch Versicherer, die eine Haftpflicht und Kran­ken­ver­si­che­rung als Kombinations-Pferdeversicherung anbieten. Für diese Versicherungen habe ich auch einen Leitfaden geschrieben die du hier findest:

zur Pferde OP Versicherung

zur Pferdekrankenversicherung

Achtung:

Wenn Du beim Abschluss der Versicherung unvollständige oder nicht korrekte Angaben gemacht hast, kann es sein, dass dein Pferd nicht richtig versichert ist. Es kann passieren, dass dir dein Versicherer die Leistung dann verweigert oder kürzt. Achte also lieber von Anfang an darauf, dass alle deine Angaben richtig sind. Neben Reitbeteiligungen, die du angeben solltest (auch wenn sie wechseln), ist es wichtig, dass du korrekte Angaben zum Pferd und dessen Nutzung machst.