Du hast schon mal darüber nachgedacht deinem Pferd Leinöl zu füttern?

Leinöl enthält viele Omega 3 Fettsäuren und ist deswegen ein beliebtes Öl in der Pferdefütterung. Denn sie unterstützen den Zellstoffwechsel und haben eine entzündungshemmende Wirkung. Wahrscheinlich hat deswegen auch fast jeder Reiter schonmal etwas von Leinöl und Leinsamen gehört.

Omega 3 Fettsäuren sind gut für den Muskelaufbau, für die Haut, das Fell und unterstützen das Immunsystem.

Doch was kann das Öl?

Stimmt es das Leinsamen giftig sind?

Soll man nun Leinöl oder Leinsamen überhaupt füttern oder schade ich meinem Pferd damit?

Hier erfährst du was du bei der Fütterung von Leinöl beachten musst, ob die Fütterung sinnvoll ist, in welcher Dosierung man Leinöl füttert und welche alternativen Öle es für Pferde gibt.

Quick Facts zum Leinöl fürs Pferd

Kaltgepresstes Leinöl dient besonders schwerfuttrigen Pferden, Senioren oder Sportpferden als hochwertiger Energieträger. Die Zufütterung von Leinöl ergänzt eine eiweißarm ausgerichtete Pferdefütterung.

Weitere positive Eigenschaften von Leinöl als Ergänzungsfuttermittel für Pferde:

  • gute Verdaulichkeit
  • Unterstützung im Fellwechsel
  • glänzendes und gesundes Fell
  • entzündungshemmende Wirkung
  • Stärkung des Immunsystems

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Was ist Leinöl?

Leinöl wird aus den Leinsamen gewonnen in dem die Saat kaltgepresst wird. Die Energiedichte von 100 ml Leinöl entspricht in etwa 500 g Kraftfutter. Außerdem ist Leinöl sehr reich an ungesättigten Fettsäuren wie Omega 3 und Omega 6 und frei von Eiweiß. Die Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren zählen zu den essentiellen Fettsäuren.

Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden, da sie vom Pferdeorganismus nicht selbst hergestellt werden können.

Doch was genau bewirken die Omega-3-Fettsäuren nun im Pferdekörper?

Sie sind zum Beispiel daran beteiligt, die Haut- und Haarqualität zu sichern. Sie unterstützen aber auch das Immunsystem, können Gelenkschmerzen mildern und wirken sich entzündungshemmend aus. Außerdem wirken sich positiv auf das Immunsystem und das Wohlbefinden deines Pferdes aus.

Denn den größten Zugang zu Omega 3 haben Pferde über das frische Weidegras. Der Anteil der Fettsäure in diesem liegt in der Regel zwischen drei und fünf Prozent. In einigen Getreidesorten sowie Samen ist der Anteil hingegen teils deutlich erhöht. So liegt er im Leinöl beispielsweise sogar bei 55 Gramm je 100 ml.

Ist Leinöl schädlich fürs Pferd?

Da Leinsamen cyanogenen Glukosiden (die Vorstufe von Blausäure) enthalten, hört man immer wieder bedenken zur Fütterung von Leinöl. Denn die cyanogenen Glukosiden werden bei der Verdauung gespalten und dabei wird dann giftige Blausäure freigesetzt. Oft wird deswegen geraten die Leinsamen vor dem Füttern abzukochen um die Freisetzung von Blausäure im Darm zu verhindern.

Doch wie hoch ist das Risiko wirklich?

Zwar sind in Leinsamen vergleichsweise viel Blausäure enthalten, jedoch ist das Risiko gering das ein Pferd dadurch eine Vergiftung erleidet-so lange du Leinsamen bzw. Leinöl in Maßen fütterst.

Schon der deutsche Pferdefütterungs- Papst Prof. Dr. Dr. Helmut Meyer führte in seinem 1995 veröffentlichten Standardwerk „Pferdefütterung“ aus, dass eine tägliche Aufnahme von 100 bis 120 g der Ölsaat im rohen Zustand für Pferde unbedenklich sei.

Diese Angabe bestätigt auch ein kleines Rechenbeispiel: Beim erwachsenen Pferd gelten 4 mg Blausäure pro Kilogramm Körpergewicht als tödlich. Das wären bei einem 500 kg schweren Pferd umgerechnet 2 g reine Blausäure. In einem Gramm Leinsamen befinden sich etwa 0,2 mg Blausäure. Ein durchschnittliches Pferd müsste somit mehrere Kilogramm Leinsamen auf einmal fressen, um sich ernsthaft zu vergiften.

Leinöl vs Leinsamen

Leinöl

Die Energie aus Öl wird in der Verdauung langsam freigesetzt und macht Pferde in der Regel nicht „heiß“. Die Ölfütterung bewährt sich dadurch besonders bei Dressur-, Fahr- und Vielseitigkeitspferden. Aber auch Senioren oder Pferde, die zu dünn sind, können so mehr Energie ins Futter bekommen, ohne dass die Kraftfuttermenge erhöht werden muss. Bei Zuchtstuten und Fohlen dient Leinöl durch die wertvollen essentiellen Fettsäuren zur Förderung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Organentwicklung.

Leinsamen

Leinsamen verfügen über sogenannte Schleimstoffe. Diese sieht man gut, wenn man die Samen aufkocht. Durch den Schleimgehalt werden Leinsamen auch gerne bei Magen- und Darmproblemen eingesetzt. Denn die enthaltenen Schleimstoffe können die Schleimhaut von Magen und Darm schützen bzw. unterstützen. Gerade bei älteren Pferden kann es jedoch sein, dass sie die ganzen Samen nicht gut kauen können und so wertvolle Inhaltstoffe verloren gehen. Bei gesunden Pferden die noch normal kauen können, stellt das allerdings meist kein Problem dar.

Worauf muss ich beim Füttern von Leinöl achten?

Da Leinöl die Lösung und Verdaulichkeit der im Futter enthaltenen, fettlöslichen Vitamine (Vitamine A, D, E und K) verbessert, wird oftmals ein Schuss Leinöl zu Saftfutter wie Karotten gegeben. Es sollten ausschließlich kaltgepresste Öle verfüttert werden. Denn diese werden ohne chemische Zusatzstoffe gewonnen, die als gesundheitsschädliche Rückstände im Öl zurückbleiben.

Leinöl verdirbt schnell und sollte deshalb kühl aufbewahrt und schnell aufgebraucht werden.

Warum füttert man Leinöl?

Leinöl verfügt über einen sehr hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, essentiellen Aminosäuren und Vitamin E. Es verleiht den Pferden ein glänzendes Fell und kann sich positiv im Fellwechsel auswirken.


Ungesättigte, essentielle Fettsäuren sind Ausgangstoff vieler Hormone und ein wichtiger Bestandteil der Zellmembran und daher unerlässlich bei Regenerationsprozessen, vor allem im Darm. Ein gesunder Darm ist wichtig, da er das Immunsystem entscheidend beeinflusst. Dadurch ist dein Pferd weniger Anfällig für Entzündungen, allergische Reaktionen und Darmerkrankungen.

Die im Leinöl enthaltenen hochwertigen Fettsäuren sind zudem maßgeblich für eine gesunde Haut und ein gesundes Fell.

Wieviel Leinöl sollte ich meinem Pferd füttern?

Einem Großpferd mit 500 kg Gewicht, reicht eine tägliche Menge von ungefähr 50 ml als Ergänzung meist aus. Damit förderst Du eine gesunde und ausgewogene Fütterung.

Diese Menge kannst Du am besten direkt über das Kraftfutter geben. Natürlich solltest du aber immer zuvor auf die Verpackung und die empfohlene Fütterungsmenge des Herstellers schauen.

Gerade zur Dosierung kann eine Flasche mit integriertem Messbecher sehr praktisch sein.

Als allgemeiner Richtwert wird meist 10 ml pro 100 kg Gewicht angegeben. Für eine erhöhte Energieversorgung ist jedoch eine individuelle Fütterungsempfehlung abgestimmt auf die Gesamtration notwendig.

Am Besten ist es, wenn du erst mal mit kleinen Mengen beginnst und dann die Menge an Öl Tag für Tag steigerst. So kann sich der Verdauungstrakt deines Pferde an das Öl gewöhnen.

Fazit Leinöl in der Pferdefütterung

Zusammengefasst kann ich die Fütterung von Leinöl empfehlen. Es ist eine sinnvolle Ergänzung zum normalen Futterplan und kann besonders während des Fellwechsels, bei Magengeschwüren und Kolikpatienten gut eingesetzt werden und unterstützen.

Die Fütterung von Leinöl, macht aber vor allem auch dann Sinn, wenn zusätzliche Energie benötigt wird, aber keine zusätzliche Stärke zugeführt werden soll.

Weitere Öle für Pferde

Natürlich gibt es neben Leinöl noch weitere Öle die in der Pferdefütterung eingesetzt werden. Die wichtigsten sind:

Reiskeimöl für Pferde

Reiskeimöl wird gerne für den Muskelaufbau eingesetzt denn es verschafft schnell Energie.

Es ist sehr energiereich und enthält viele wertvolle Stoffe wie beispielsweise Vitamin E, Gamma-Oryzanol, ungesättigte Fettsäuren und natürliche Antioxidantien.

Antioxidantien schützen dein Pferd vor Schädigungen an den Körperzellen durch so genannte freie Radikale.

Gamma-Oryzanol ist ein Pflanzenfett, das nur im Reiskeimöl vorkommt. Es unterstützt den Muskelaufbau deines Pferdes und fördert seine Leistungsbereitschaft.

Vitamin E sorgt für eine optimale Sauerstoffversorgung der Muskulatur. Es beugt Muskelverspannungen vor und hilft deinem Pferd bei der Regeneration nach einem anstrengenden Training.

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  • sehr gut für den Muskelaufbau

Mariendistelöl für Pferde

Mariendiestelöl wird gerne bei Ekzemern und im Fellwechsel eingesetzt, da es die Haut und das Fell unterstützt. Außerdem unterstützt es die Funktion der Leber.

Der Samen der Mariendistel enthält die Wirkstoffe Silymarin und Silbinin. Sie schützen die Zelle vor Giften. Außerdem enthalten die Samen Flavoide, die antitoxisch, antioxidativ und regenerativ auf die Leberzellen wirken können. Mariendistelöl ist zudem reich an ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien, die sich positiv auf die Haarneubildung und eine gesunde Haut des Pferdes auswirken können.

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Schwarzkümmelöl für Pferde

„Schwarzkümmel heilt jede Krankheit, außer den Tod“, wird aus dem Islam überliefert.

Denn vom Immunsystem, über Lunge bis hin zur Leber und dem Magen-Darmbereich wurden wissenschaftlich positive Wirksamkeiten des Schwarzkümmelöls belegt. Deswegen kannst du es bei Pferden einsetzen die an einem Sommerekzem leiden, bei Husten, Verdauungsbeschwerden sowie Leberproblemen.

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CBD Öl für Pferde

CBD Öle werden dank ihrer positiven Eigenschaften bei Menschen immer beliebter. Die positiven Wirkungen von CBD Öl werden aber auch bei Tieren festgestellt. Warum soll da nicht auch unser Pferd davon Profitieren?

Das CBD Öl wird aus der Hanfpflanze gewonnen und ist damit völlig natürlich. Die Hanföle enthalten Cannabinoiden.

Die Cannabinoide sorgen unter anderem dafür, dass das Nervensystem bei Spannung die nötige Ruhe bekommt. Dies wirkt sich auf den Rest des Körpers aus, zum Beispiel um sich von körperlichen oder geistigen Problemen zu erholen. Außerdem unterstützt es das Immunsystem, die motorischen Fähigkeiten, den Blutdruck, den Appetit, die Verdauung und die Stimmung.

CBD Öl unterstützt auch körperliche Probleme wie Arthrose, Bein- / Hufinfektionen, hält das Pferd fit und vital und unterstützt das Pferd mit PPID.

Das Equine Cushing Syndrom (ECS), auch Pituitary Pars Intermedia Dysfunction (PPID) genannt, ist die häufigste Hormonstörung bei Pferden. Die sich in einer Vielzahl von Symptomen wie langem lockigem Haar, Muskelschwund, wiederkehrenden Infektionen und Hufbeschränkung äußert. Da die Lebensqualität des Pferdes dadurch stark beeinträchtigt wird, ist es wichtig, die PPID rechtzeitig zu ermitteln und zu behandeln. CBD kann dazu sehr gut helfen. Darüber hinaus wirkt CBD entzündungshemmend und schmerzlindernd.

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