Ein Reithelm gehört zur Standardausrüstung jeden Reiters dazu, denn er schützt dein Kopf vor schweren Verletzungen. Wer sich schon mal nach einem Reithelm umgesehen hat kennt die gängigen Marken wie Uvex, Samshield, Pikeur, Casko, KEP, Kask und Co. und weiß das ein guter Helm ganz schön teuer sein kann.

Doch muss es immer der teure Markenhelm sein oder sind die günstigen Modelle genau so gut? Und wenn es ein Markenhelm sein soll- Wie schneiden die einzelnen Helme untereinander ab?

Mit diesen Fragen haben wir uns beschäftigt, wir zeigen dir die absoluten Trendhelme und wie die jeweiligen Helme im Test abgeschnitten haben. Worauf du beim Kauf unbedingt achten solltest und welchen Helm ich persönlich trage.

Reithelm Test 2022: Überblick unserer Testsieger

Für alle Schnellleser: Hier sind unsere Testsieger im Kurzüberblick. Weiter unten im Artikel findet ihr dann den ausführlichen Testbericht und unsere Testkriterien, sowie häufig gestellte Fragen und unser Fazit.

Der Preis-/Leistungssieger ist auch mein Reithelm den ich seit 2 Jahren besitze und täglich trage. Von der Qualität steht er den Reithelmen von Samshield oder KASK in nichts nach, jedoch ist er etwas günstiger. Unser Preissieger wurde in der Kategorie unter 100 Euro getestet.

Sieger Reithelm Kinder

Uvex Onyxx Jugend

  • in vielen verschiedenen Farben und schönem Pony Dekor
  • Größe anpassbar durch Verstellsystem und wächst Stufenlos mit
  • sehr leicht und bequem
  • höchste Schlagfestigkeit
  • gewohnte Uvex Qualität

Preissieger

Busse Cobara

  • Größe anpassbar durch Verstellsystem
  • günstig
  • schickes Design
  • leicht
  • mit Glitzer

Wozu dient der Reithelm?

Reiten ist ein sehr gefährlicher Sport und damit dein Kopf bei einem Sturz geschützt ist, gibt es Reithelme. Die sind extra so konzipiert, dass sie dich vor dem Aufprall auf dem Boden oder einem Huftritt schützen.

Es gibt beim Reiten zwar keine generelle Helmpflicht-jedoch ist es sehr empfehlenswert einen Helm zu tragen. Denn es gibt einfach nichts wertvolleres als deine Gesundheit.

Auf Turnieren oder in vielen Reitställen sind Reithelme jedoch Pflicht und müssen getragen werden.

Reithelm-Test 2022

Kaufkriterien und Entscheidungshilfen

Hier erfährst du worauf du beim Kauf eines Helms achten solltest und nach welchen Kriterien wir unsere Helme getestet haben.

Passform/Komfort

Ein Helm muss für mich vor allem eins sein: Bequem.

Denn was bringt mir der sicherste Helm, wenn er so unbequem ist, dass ich ihn nicht trage? Ein bequemer Helm soll deshalb so gut sitzen, dass du ihn überhaupt nicht spürst.

Jetzt denkst du bestimmt: Gibts das überhaupt? Viele Helme drücken and Stirn oder Hinterkopf, zwicken am Kinn oder klemmen am Ohr und nach einiger Zeit bekommt man von dem Druck Kopfschmerzen. Gerade die alten Reithelme waren so unbequem, dass ich nach dem Reiten immer einen dicken roten Abdruck auf der Stirn hatte und zudem Kopfschmerzen.

Doch das muss nicht so sein! Wenn dein Helm gut passt merkst du ihn gar nicht oder nur ein wenig. Auf gar keinen Fall, soll er jedoch so sitzen, dass du Kopfschmerzen bekommst. Denn dann ist er entweder zu klein oder passt einfach nicht zu deiner Kopfform.

Der Grund für drückende und wackelnde Helme: Jeder Kopf ist anders geformt – mal rund, mal oval. Auch die Höhe der Stirn oder die Größe und Form des Hinterkopfs spielen eine Rolle. Die Krux der unterschiedlichen Köpfe macht sich bemerkbar: Während manche Reiter einen Helm bequem finden, bekommen andere trotz richtiger Größe Kopfschmerzen.

Teste verschiedene Helme um die richtige Passform für dich zu finden

Deshalb ist es wichtig, dass du verschiedene Helme ausprobierst und selbst herausfindest welcher Helm sich gut anfühlt. Dafür kannst du sowohl in ein Reitsportgeschäft fahren und vor Ort ein paar Helme aufsetzten oder Online bestellen. Ich persönlich bestelle gerne online, da viele Reitsportgeschäfte nicht alle Marken im Angebot haben. Zuhause kann ich den Helm auch mal eine halbe Stunde tragen um herauszufinden, ob ich ihn nach längerer Tragezeit noch bequem finde.

Zudem spielt die Passform auch bei der Sicherheit eine große Rolle, denn ein Helm ist nur dann sicher, wenn er auch fest auf dem Kopf sitzt.

Einstellsystem

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Flex-Systemen in Helmen gemacht. Hersteller wie Casco, UVEX, KED, Felix Bühler etc. haben je nach Modell einen Einsatz der sich verstellen lässt und so besser an deine Kopfform angepasst werden kann. Bei Modellen ohne so ein System kann nur der Kinnriemen eingestellt werden. Wenn du bei diesen Modellen nicht in das Größenraster des Herstellers passt, dem passt der Helm nicht richtig.

Da mein Kopf nie in einen Helm ohne Einstellsystem gepasst hat, würde ich mir nur noch einen Helm mit Verstellsystem zulegen. Deshalb habe ich beim Test extra Punkte für Helme mit Einstellsystem vergeben.

Bei den Verstellsystemen gibt es meist zwei Arten:

  • Verstellsystem mit Rädchen am Hinterkopf
  • austauschbares Inlay in verschiedenen Größen

Ich persönlich habe das Verstellrädchen lieber, aber auch da müsst ihr einfach schauen was euch persönlich lieber ist. Bei den austauschbaren Inlays habe ich die Erfahrung gemacht, lieber die kleinere Außenschale wählen und dazu ein Größeres Inlay als die große Außenschale mit dickem Inlay auszufüllen, denn dadurch wirkt der Helm einfach klobig auf dem Kopf. Was zwar „nur“ ein ästhetischer Punkt ist und die Sicherheit oder Passform nicht beeinträchtigt, ich jedoch für mich wichtig finde. Denn ich sah aus wie Toad der Pilz von Super Mario in einigen Helmen und habe sie deswegen nicht gekauft. Weil ich diesen Trick nicht kannte.

Sicherheit

Da in Deutschland bzw. Europa Helme genormt sind, haben alle Helme einen gewissen Sicherheitsstandard. Deswegen sind alle Helme die auf dem Markt sind und mit VG1 gekennzeichnet sind grundsätzlich sicher.

In Europa ist dies die europäische CE-Zertifizierung. Du kannst dich also darauf verlassen, dass dein Helm sicher ist wenn er die VG1 Zertifizierung hat. Wenn du einen extra sicheren Helm möchtest dann kannst du auf die Homepage der Hersteller gehen und nachlesen, welche Sicherheitsnormen dein Helm erfüllt.

Hier kann ich dir zum Beispiel Uvex, KEP oder Samshield empfehlen, die Helme dieser Hersteller übertreffen sogar die aktuelle Norm und gelten deswegen als besonders sicher.

Weiter unten im Artikel findest du ausführlichere Infos zu den Sicherheitsstufen.

Material und Aussehen

Wie schon oben angesprochen werden Helme meist nur gerne getragen wenn sie auch bequem und schön sind. Ein Helm ist schon lange kein reiner Gebrauchsgegenstand mehr. Die aktuellen Trends und Vorlieben des Reiters sind entscheidend. Manche mögen es eher schlicht und klassisch, bei anderen kann es gar nicht genug Glamour, Glitter und Glam sein. Hier sind dir kaum Grenzen gesetzt- es gibt sogar Helme die du im gleichen Stil wie Gamaschen und Stiefel bekommst und komplett personalisierbar sind.

Reithelme bestehen Großteils aus thermoplastischen Kunststoffen. Dazu zählen Polycarbonat oder ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer). Beide Kunststoffe bieten eine große Widerstandsfähigkeit bei Druck und Schlägen sowie optimale Langzeitbeständigkeit.
Helme aus Polycarbonat gehören zu den besten und teuersten Modellen am Markt.

Luftzirkulation

Natürlich möchte man unter dem Reithelm auch nicht schwitzen-gerade Mädels mit langen Haaren kennen das Problem: Es gibt nichts schlimmeres als ein muffiger, warmer Helm. Denn zum einen ist die Frisur nach dem Reiten immer hin und du musst deine Haare andauernd waschen. Zum anderen juckt es auch ganz schön unter einen warmen Helm.

Deswegen verfügen die neuen Helme meist über ein ausgeklügeltes Belüftungssystem. Auch hierauf habe ich beim Test großen Wert gelegt.

Preis-/Leistungssieger

Uvex Suxxeed

Unser Preis-/Leistungssieger ist ganz klar der Suxeed von Uvex. Es ist zudem auch mein Helm, ich trage ihn nun schon ca. 2 Jahre und bin richtig zufrieden und das obwohl ich Helme eigentlich nicht mag und meist auch Kopfschmerzen von Reithelmen bekomme.

Der Suxeed ist nicht nur hochwertig Verarbeitet sondern auch sehr schick und modern und zudem mit einem Preis von ca. 240 Euro auch vergleichsweise günstig. Besonders gut an dem Uvex finde ich, dass er durch das Uvex 3D IAS System inkl. Höhenverstellung Milimeter genau an dein Kopfumfang und an deine Kopfform angepasst werden kann. Außerdem ist er im Vergleich mit seinen 480 Gramm leicht und wirkt schlank auf dem Kopf. Da ich eine kleine zierliche Person bin wirkt ein Reithelm bei mir schnell klobig. Der Suxxeed hat mich direkt durch das schlichte und schicke Design überzeugt. Durch das intelligente, klimaregulierende Innenleben schafft der uvex suxxeed active eine optimale Belüftung – ein unangenehmer Hitzestau wird dadurch vermieden. Außerdem kannst du das Innenfutter rausnehmen und waschen.

Die hochwirksame Sicherheitskombination aus Polycarbonat-Außenschale und EPS-Innenschale schützt den Kopf auf zwei Arten: Außen schlagfest, innen stoßabsorbierend. Diese stabile Konstruktion ist dabei auch äußerst angenehm zu tragen.

  • In vielen Looks wie z.B. mit Glitzer, Steinchen oder Chrome– oder Glamourversion erhältlich
  • waschbares Innenfutter
  • gute Luftzirkulation
  • schickes Design
  • wirkt schlank auf dem Kopf
  • leicht
  • übertrifft die aktuelle Sicherheitsnorm

Unser Preissieger: Helme unter 100 Euro

Busse Cobara

So schön und bequem die Reithelme von Casco, Samshield, KEP und Co. auch sein mögen, nicht jeder kann oder will sich ein Helm für über 100 Euro leisten. Deswegen haben wir vermehrt auch Helme in der Preisklasse unter 100 Euro getestet. Für uns ist in der Kategorie klarer Sieger der Cobara von Busse, denn er ist größenverstellbar und passt sich somit gut an den Kopf an, überzeugt im Design und ist dazu auch noch leicht. Natürlich kann er in Sachen Qualität, Tragekomfort und Aussehen nicht bei den teuren Helmen nicht mithalten. Bei dem Helm ist uns aufgefallen, dass das Glitzer leicht abgeht, jedoch finden wir, dass er für den Preis absolut empfehlenswert ist. Bei dem abfallenden Glitzer kann man dann schon mal ein Auge zudrücken. Man spart immerhin einiges an Geld.

  • Größe anpassbar durch Verstell-System
  • günstig
  • schickes Design
  • leicht
  • mit Glitzer
  • entspricht der aktuellen Sicherheitsnorm

Unsere Empfehlung für Geländereiter: Helm mit Notruf

Uvex Elexxion Tocsen

Der neue innovative uvex elexxion TOCSEN ist der erste Hybrid-Reithelm mit intelligentem Notrufsystem. Die einzigartige Technologie aus integriertem TOCSEN Sturzsensor & Smartphone-App (Android & iOS) erkennt automatisch einen Sturz und fragt nach, wie es dem Reiter geht. Reagiert dieser nicht innerhalb von 30 Sekunden, setzt das System automatisch einen Notruf inklusive Notfallortung (GPS) ab. So bist du auch alleine im Gelände immer sicher unterwegs-gerade auch da wo es keinen Handyempfang gibt.

Ansonsten hat dieser Helm die gewohnte Uvex Qualität-leicht und robust, sehr sicher, mit Verstellsystem, bequem und top belüftet.

Ich finde diesen Helm insbesondere für Reiter empfehlenswert die oft alleine ins Gelände gehen.

  • leicht und robust
  • mit Sturzsensor und Notrufsystem
  • Größenverstellbar
  • optimale Belüftung
  • übertrifft die aktuelle Sicherheitsnorm

Luxus Reithelm Test

Jetzt kommen wir noch zu den Ferarri´s unter den Reithelmen- die Luxusklasse. Preistechnisch starten sie ab ca. 300 Euro nach oben natürlich keine Grenzen gesetzt.

KEP Italia

KEP Italia ist ein Aushängeschild italienischer Reithelme. Seit 2007 produziert KEP Reithelme für höchste Ansprüche (Isabell Werth trägt einen KEP). Was einen KEP Reithelm auszeichnet?

Absoluter Komfort, höchste Sicherheit und innovative Technologie. KEP legt großen Wert auf Rohmaterialien und Einzelteile aus Italien.

Die Reithelme von KEP Italia gehören außerdem zu den sichersten der Welt und erfüllen die Anforderungen der folgenden Standards:

  • Europäische CE-Zertifizierung
  • Amerikanische und Kanadische SEI-Zertifizierung
  • Zertifizierung nach ISO 9001

KEP CHROMO

Ein Reithelm – unzählige Designs! Welcher passt zu Dir?

Den beliebten KEP Reithelm Cromo gibt es von schlichtem Design bis zum Inlay benutzt welche zusätzlich zum Helm gekauft werden müssen. Diese sind wasch und austauschbar. So kannst du deinen Helm perfekt an deine Kopfform anpassen.

  • KEP Air Control Belüftungssystem, perfekte Belüftung durch Luftkanäle im Polystyrol
  • Kinnriemen mit neuem 5-Punkt-Befestigung am Helm befestigt
  • Kinnriemen aus wasserabweisendem, weichem, leicht abwaschbarem Leder
  • nur 450g schwer
  • Übertrifft die aktuelle Sicherheitsnorm

Samshield

Wieso mit einem Standard-Reithelm einer von vielen auf dem Reitplatz, im Gelände oder auf dem Turnier sein, wenn du DEIN persönliches, für dich deinen perfekten Helm zusammenstellen kannst?

Mal abgesehen von der Optik, der Belüftungstechnik und dem sehr hohen Sicherheitsstandard welches die Sicherheitsanforderungen und Normen (CE-VG1 01.040 2014-12) übertrifft, fühlst du dich einfach rundum wohl mit diesem Helm. Die perfekte Anpassung des Reithelms erfolgt durch 3 Schalengrößen sowie einem Inlay, welches herausnehmbar und waschbar ist und sich dem Kopf ideal durch die Memory-Funktion anpasst. Auch dieses unterstützt wiederum die hohe Luftdurchlässigkeit, sodass es zu keiner Hitzestaubildung am Kopf kommt.

Wir finden: Eine tolle Innovation, die jedes Reiterherz höherschlagen lässt!

  • elegant und funktional
  • lässt sich komplett Personalisieren
  • höchste Sicherheitsstandards
  • bequem
  • sehr gute Belüftung
  • übertrifft die aktuelle Sicherheitsnorm

KASK

Das junge italienische Unternehmen KASK verfolgt eine Mission: die perfekte Balance zwischen technologischer Qualität, höchstem Komfort sowie Sicherheit und elegantem Design. So entstehen Helme der Extraklasse – kein Wunder, das sich diese Marke bereits nach kürzester Zeit einen TOP Namen unter Reitern aufgebaut hat.

Du willst einen extrem sicheren und schicken Reithelm voller Komfort? Dann schau dir die trendigen Modelle der „Dogma“- oder „Star“-Reithelme an.

KASK Dogma

  • bequem
  • hoher Sicherheitsstandard
  • optimale Belüftung
  • atmungsaktives antibakterielles Innenpolster
  • mit Größenverstellsystem

Kinder Reithelm Test

Preis-/Leistungssieger Reithelm Kinder

Uvex Onyxx Dekor

Der Uvex Onyxx hat uns im Test komplett überzeugt, denn vor allem die Kleinen sind begeistert. Durch seinen süßen Ponyaufdruck und den vielen Farben sind die Mädels in unserem Stall von diesem Helm absolut begeistert. Lieblingsfarbe ist meist rosa.

Da es vor allem wichtig ist, dass der Helm gerne getragen wird, finde ich das absolut ein Kaufargument. Denn bei uns tragen die Mädels ihren Uvex Helm gerne, er ist schon ein modisches Accessoires geworden. -Wer den Uvex hat ist cool

Auch in Sachen Qualität und Passform steht er den „normalen“ Uvex Helmen in nichts nach. Durch das stufenlose Verstellsystem sitzt er auf fast jedem Kopf sicher und bequem. Außerdem wächst er von Größe 49-53 Stufenlos mit. Was ich als ein riesen Vorteil sehe, so musst du nicht jedes Jahr einen neuen Helm kaufen. Außerdem verfügt er über Ventilationsöffnungen welche für eine optimale Luftzirkulation sorgen. Wie alle Uvex Reithelme ist auch dieser Helm auf seine Sicherheit getestet und bietet Kindern und Jugendlichen den bestmöglichen Schutz. 

  • in vielen verschiedenen Farben und schönem Pony Dekor
  • Größe anpassbar durch Verstellsystem und wächst Stufenlos mit
  • sehr leicht und bequem
  • höchste Schlagfestigkeit
  • gewohnte Uvex Qualität
  • übertrifft die aktuelle Sicherheitsnorm

Qualitätssieger Kinderreithelm

Casco Choice

Der Casco Choice ist ein schicker und sehr hochwertiger Kinderreithelm. Ich empfehle ihn vor allem für etwas ältere Kinder, da er vom Design nicht so kindlich ist, wie der Helm von Uvex. Im Test überzeugt er durch seine hervorragende Qualität und gute Passform. Auch er ist stufenlos verstellbar und wächst mit. Technisch ist er auf dem neuesten Stand.

  • inkl. Hufkratzer
  • mit Verstellsystem (wächst mit)
  • technisch neuster Stand
  • optional mit Winterset erhältlich
  • mit Wechselstreifen
  • top Qualität

Schutzklassen: So gut schützt der Helm wirklich

Um die europäische Richtlinie für persönliche Schutzausrüstung zu erfüllen, die jeder Reithelm grundsätzlich vorweisen muss, muss der Reitheim einige Test bestehen. Bei den Tests wird unter anderem die Stoßdämpfung der Helmschale im Bereich der Stirn, der Seite und des Hinterkopfes überprüft. Beim Durchdringungstest muss der Helm z.B. den Fall einer schweren Metallkugel überstehen.

Weitere Kriterien sind die Stabilität der Kinnriemen, ein sicherer Halt des Helms auf dem Kopf und eine gewisse Biegsamkeit des Schirms.

Die frühere Norm EN 1384 ist seit dem 15.12.2014 ungültig, da sie seit 1996 nicht mehr grundlegend geändert wurde und veraltet ist. Nur noch Helme, die vor diesem Datum produziert wurden, dürfen mit der alten EN Norm verkauft werden.

Eigentlich sollte eine neue EN 1384 herausgebracht werden, aber bisher konnten sich die Prüfer nicht einigen. Deshalb musste eine Übergangslösung her. Die Norm für die Übergangszeit, welche jetzt auch schon ein paar Jahre gültig ist, trägt den Namen VG1 01.040 2014-12 oder auch kurz VG1. Helme, die nach diesem Standard produziert sind, wurden hinsichtlich der EN 1384 nochmals verbessert in Bezug auf Sichtfeld, Seitensteifigkeit, Fallgeschwindigkeit und Stabilität.

In Deutschland gilt außerdem das Gesetz, das ein Etikett auf Deutsch vorschreibt, auf dem alle Angaben sowie Hinweise auf Sicherheit, Gebrauch und Einstellung aufgeführt sein müssen.

Welcher Reithelm ist der Sicherste?

Bei der Auswahl deines Helms kannst du dich an der aktuellen Sicherheitsnorm VG1 orientieren. Je mehr Zertifikate und Sicherheitsnormen der Helm hat, desto besser. Die Helme von Samshield und KAP zum Beispiel verfügen über mehrere Zertifikate und übertreffen damit die aktuelle Norm und gelten als besonders sicher.

Ältere Helme, die vor 2014 produziert wurden, also der EN 1384 entsprechen, findest du nur noch sporadisch im Sortiment. Diese solltest du aufgrund des Alters nicht mehr kaufen.

Allerdings ist ein Helm nur dann wirklich sicher, wenn er fest am Kopf sitzt. Nur so kann er den Aufprall bei einem Sturz abfangen. Deswegen solltest du immer darauf achten, dass dein Helm richtig sitzt.

Warum kein Fahrradhelm?

Einen Fahrradhelm solltest du nicht zum Reiten benutzen, denn er ist für Fahrradfahrer und deren Stürze konzipiert. Bei einem Sturz von einem Pferd schützt ein Fahrradhelm nicht so gut. Das liegt daran das Fahrradhelme seitlich und hinten weniger Schutz bieten. Reiter stürzen jedoch oft seitlich oder auf den Hinterkopf. Durch seine leichte Bauweise hält der Fahrradhelm auch keinen Pferdetritt aus. Greif deshalb lieber zu einem richtigen Reithelm, um dich beim reiten ausreichend zu schützen.

Wie muss ein Reithelm sitzen?

Die perfekte Passform ist bei einem Reithelm entscheidend, zum einen weil nur ein bequemer Reithelm gerne getragen wird und zum anderen kann der Helm dich nur gut schützen, wenn er richtig sitzt. Bei einem Sturz kann ein schlechtsitzender Helm sogar noch mehr Schaden verursachen, als wenn du ohne Helm stürzt. Deshalb solltest du, den Helm auszuprobieren bevor du ihn kaufst.

Es gibt verstellbare Helme, deren Passform einfach über ein Rädchen auf der Rückseite angepasst werden kann und normale Helme ohne Anpassungsmöglichkeit. Bei Helmen ohne Anpassungsmöglichkeit bist du darauf angewiesen, dass dein Kopf den Standardmaßen des Herstellers entspricht.

Um zu testen, ob der Helm gut sitzt, bewege deinen Kopf schnell hin und her. Wenn er zu groß ist, rutscht er dabei. Ist der Helm zu klein, passt er meistens nicht über den Kopf bzw. die Ohren passen nicht in das Dreieck des Schutzgurtes und der Helm drückt. Wenn er nicht rutscht und auch nicht drückt. Dafür aber waagerecht auf dem Kopf liegt, ohne deine Sicht zu beeinträchtigen, sitzt dein Reithelm perfekt.

Optimal sitzt ein Reithelm mittig auf dem Kopf, also nicht zu weit im Genick oder in der Stirn. Außerdem sollte der Helm knapp über den Ohren und in etwa ein bis zwei Fingerbreit über den Augenbrauen liegen.

Welche Größe brauche ich?

Um die richtige Größe für deinen neuen Reithelm zu finden, misst du mit einem Maßband deinen Kopfumfang. Die gemessene Länge in cm entspricht der Größe für deinen neuen Reithelm. Liegt die gemessene Länge zwischen zwei Größen, solltest du den den größeren Reithelm auswählen.

Wann muss ich meinen Reithelm austauschen?

Auch der beste Reithelm wird irgendwann alt und muss ausgetauscht werden. Selbst der beste Helm und seine Bauteile können frühzeitig altern. Hier ist vor allem der richtige Umgang mit dem Helm und eine regelmäßige Pflege entscheidend.

Grundsätzlich lautet die Faustregel, dass Helme nach einem Sturz oder Schlag oder spätestens alle 8 Jahre ausgetauscht werden sollten (dabei sollten sie aber auch nicht länger als max. 5 Jahre gebraucht werden). Fällst du vom Pferd und prallst mit dem Kopf auf, solltest du deinen Helm austauschen, auch wenn keine Risse zu sehen sind.

Natürlich ist es super ärgerlich und teuer wenn dein Markenhelm nach einen Sturz ausgetauscht werden muss. Deswegen bietet viele Marken einen „Wechselservice“ an.

CASCO

Innerhalb Deutschlands gewährt CASCO bei vielen Modellen einen neuen Helm zu einem Rabatt von 50% auf den regulären empfohlenen Verkaufspreis, wenn der Unfallhelm nachweislich nicht länger als ein Jahr im Einsatz war und tatsächlich aufgrund eines Unfalls beschädigt wurde.

KASK

KASK gibt dir 30% Rabatt auf einen neuen KASK Reithelm bis 12 Monate nach dem Kauf und 20% Rabatt bis 24 Monate nach den Kauf.
Den zu ersetzenden Reithelm sendest du einfach mit dem KASK Crash Replacement Formular an KASK.

KEP

KEP empfiehlt nach einem Sturz den Reithelm zur Überprüfung einzuschicken. Die Mitarbeiter setzen sich dann mit dir in Verbindung.

SAMSHIELD

Samshield empfiehlt nach einem Sturz den Reithelm zur Überprüfung einzusenden, um zu überprüfen, ob ein Schaden entstanden ist. Je nach Ergebnis dieser Prüfung bietet Samshield folgenden Service:

  • Austausch der beschädigten Teile für 40,00€ (Helme bis 5 Jahre)
  • Vollständiger Austausch des Reithelms zu einem Sonderpreis

Mit diesem Einsende-Formular kannst Du Deinen Samshield Reithelm zum Samshield Kundendienst zur technischen Überprüfung oder Reparatur einsenden.

Fazit

Meiner Meinung nach lohnt es sich mehr Geld in einen Reithelm zu investieren, wenn du wirklich täglich oder mehrmals wöchentlich reitest. Reitest du nur gelegentlich reicht auch ein günstiger Helm für 100 Euro aus. Alle Helme die wir in unserem Test empfehlen erfüllen mindestens die aktuelle Sicherheitsnorm und sind somit sicher.

Sehr gute und auch vergleichsweise günstige Modelle findet ihr bei Uvex. Die stehen meiner Meinung nach in Sachen Komfort und Qualität den Helmen von KEP oder Samshield in nichts nach, sind jedoch günstiger.

Suchst du einen sehr sicheren Helm dann solltest du dich bei KEP oder Samshield umsehen, denn diese Helme gelten als die sichersten Reithelme auf dem Markt und sind zudem noch super schick.

Ich bin der Meinung an deiner Sicherheit solltest du auf keinen Fall sparen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich einen Helm nur trage, wenn er bequem ist und mir gefällt. Ich hatte mal einen Helm der mir absolut nicht gepasst hat und immer drückte- da habe ich dann lieber gar keinen Reithelm aufgezogen. Das ist dann auch nicht zielführend, denn für einen Reithelm der nur im Schrank liegt ist meiner Meinung nach jeder Euro zu teuer. Da bringt es dann auch nichts wenn er nur 50 Euro gekostet hat. Deshalb lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen und den Reithelm dann auch wirklich gerne tragen.

Zusammenfassen kann ich sagen, dass die teuren Reithelme auch wirklich Qualitativ besser und sicherer sind als die günstigen Helme. Jedoch erfüllen auch die günstigen Helme die aktuelle Norm und sind somit grundsätzlich sicher und gut.